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Liebe Leser & Leserinnen, liebe Freunde & Freundinnen von XTRA!

SO EIN MANN…

…so ein Mann, zieht mich unwahrscheinlich an, dieser Wuchs, diese Kraft weckt in mir die Leidenschaft! Wovon Margot Werner da 1976 sang – vom Wuchs und von der (männlichen) Kraft -, davon ist heute oft nur noch in Verbindung mit dem Unwort „toxisch“ zu lesen. Als „alter weißer Mann“ wurde der Mann schlechthin zum Schreckgespenst aller Berufs-Erregten – mit oder ohne Binnen-I. Im November erinnert der Kalender mit speziell gewidmeten Tagen zumindest zweimal an maskuline Existenz!

Der Weltmännertag wird seit dem 3. November 2000 jährlich als Aktionstag zur Männergesundheit begangen und soll laut Michail Gorbatschow, seinem Schirmherrn, das Bewusstsein der Männer in gesundheitlichen Belangen erweitern. Ins Leben gerufen wurde er von Andrologen der Universität Wien und feierte seinen Einstand in den kalendarischen Widmungen auch in Wien. Aus dem Monatsnamen „November“ wurde 2003 in Australien in Verbindung mit „Moustache“ (französisch für Schnurrbart) das Kofferwort Movember, mit welcher Bezeichnung seither Fundraisings stattfinden, deren Ertrag zur Erforschung und Vorbeugung von Prostata- und Hodenkrebs verwendet werden.

Seit dem Start 2003 in Adelaide registrierten sich weltweit fünf Millionen Teilnehmer unter movember.com – die bisher gesammelten Spenden belaufen sich auf mehr als 485 Millionen Euro. Auch 2021 verweist im Prostatakrebs-Monat November die Österreichische Krebshilfe mit urologischer Unterstützung auf ihre gemeinsame Loose-Tie-Aktion als wichtigen Appell an alle Männer ab 45, die Prostatakrebs-Früherkennung für sich wahrzunehmen.

Nicht damit zu verwechseln ist der Internationale Männertag, der 1999 im karibischen Inselstaat Trinidad & Tobago seinen Anfang nahm und seither weltweit am 19. November gefeiert wird. Auch er widmet sich zwar Fragen der Gesundheit von Männern (aller Altersstufen), darüber hinaus wird aber auch die Verbesserung der Gleichberechtigung der Geschlechter thematisiert. Die Suche nach männlichen Vorbildern und Benachteiligung von Männern sind wesentliche Themen. Zu dieser Benachteiligung gehört nicht nur der weiterhin in vielen Staaten geltende verpflichtende Militärdienst, dazu zählen auch die nach wie vor üblichen Diskriminierungen bei Scheidungsverfahren, wenn Männern der Zugang zu ihren Kindern verwehrt wird.

Apropos Kinder: Der Vatertag – als späte Ergänzung zum Muttertag zu Kalender-Ehren gekommen – wird in Österreich seit 1956 jeweils am zweiten Sonntag im Juni gefeiert; heuer war das der 13. Juni. In Deutschland, vor allem in seinen atheistisch ausgerichteten östlichen Teilen, ist der Herrentag eher die Alternative zum volkstümlichen „Vatertag“, wird er doch wie dieser am 40. Tag des Osterfestkreises, zu Christi Himmelfahrt, begangen und dient unter dem Begriff „Herrentagspartie“ als Vorwand für so manches Besäufnis. Für so einen Mann hätte auch Margot Werner keine Verwendung, da wäre sie nur zapplig und nervös – und vor allem böööös…

Die Redaktion

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