Galleria Umberto
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Neapel im Jahr 1944 ist ein unwirtlicher Ort: Die Stadt und der Hafen liegen in Schutt und Asche, bombardiert zuerst von den Briten und Amerikanern, dann von den Deutschen. Die Menschen hungern, es fehlt an Wasser und elektrischem Strom. Der Mittelpunkt dieses „Ameisenhaufens der Menschlichkeit“ ist die Passage Galleria Umberto mit ihrer zerstörten Glaskuppel. Hier kommen die Menschen der Stadt zusammen, um zu essen und zu trinken, um Geschäfte zu machen, um Sex zu haben und auch das Vergessen zu suchen. Galleria Umberto von John Horne Burns ist ein bahnbrechender Roman, erzählt als Kaleidoskop verschiedener Charaktere in kraftvoller, mitreißender Sprache und war bei seinem Erscheinen 1947 ein gefeierter Bestseller: Thematisiert werden darin u.a. die seelischen Folgen des Krieges, soziale Ungleichheit, Geschlechterverhältnisse, Alkoholismus sowie – für die damalige Zeit außergewöhnlich offen – Homosexualität im Militär. In der kongenialen Übersetzung von Gregor Hens gilt es, diesen kühnen Geniestreich, der zugleich einen Meilenstein der Queeren Literatur darstellt, nun endlich in zeitgemäßem Deutsch zu entdecken. Der Jahrhundertroman über die Galleria Umberto in Neapel, wo das Leben dem Krieg trotzt, erscheint Mitte Mai 2026 bei „Die Andere Bibliothek“…
John Horne Burns/Gregor Hens: Galleria Umberto: Die Andere Bibliothek, Originalausgabe, geb., 492 S., ca. € 48,00; ab 13. Mai 2026, vorbestellbar: www.aufbauverlage.de

