Frau Luna

Von wegen Mann im Mond…

Ein Currywurstverkäufer, ein Wurstlieferant und ein arbeitsloser Schneider wollen der Tristesse in ihren Leben entfliehen, träumen von einer anderen Welt, fliegen durchs All und finden dort zu ihrem maßlosen Erstaunen nicht den Mann im Mond vor, sondern eine überaus attraktive Herrscherin – die sich aber nach und nach als psychopatischer Kontrollfreak samt allwissendem Überwachungssystem entpuppt. „Die Handlung von FRAU LUNA bietet viel Raum für Humor und Überraschungen“, so Simon Eichenberger, der in Paul Linckes Revueoperette mit vielen Facetten spielt, zum Beispiel mit den Themen der Herkunft, der Sehnsucht nach einem besseren Leben und der Frage nach der perfekten Liebe.

„FRAU LUNA ist die Berliner Operette schlechthin, „Berliner Luft“ gilt als die geheime Hymne von Berlin, und da haben wir uns natürlich gefragt, wie wir das auch dem Badener Publikum näherbringen können.“ So finden sich überall im Stück trotz berühmter „Berliner Schnauze“ kleine Reminiszenzen an Österreich und Baden, aber auch an Wien.

„Es geht um Träume, um Umwege und Irrwege, darum, dass man auf dem Weg zum erhofften Happy End immer wieder einmal falsch abbiegt.“ (Simon Eichenberger)

Wie bringt man ein solches Ausstattungsstück wie FRAU LUNA heute auf die Bühne, ohne ins Lächerliche abzugleiten? Simon Eichenberger hat sich gemeinsam mit seinem Team für zwei komplett verschiedene Ästhetiken entschieden: Angelehnt an die Science- Fiction B-Movies der 1960er Jahre wird auf der Erde sehr viel improvisiert. „Wir haben an „Flash Gordon“ gedacht und an die Anfänge von „Star Trek“: diese Filme wirken heute natürlich sehr handgemacht, voller Improvisation, die eine ganz eigene Ästhetik auszeichnet und die uns sehr inspiriert haben“, so Eichenberger, der etliche Regie- und Ausstattungsgriffe mit einem besonderen Augenzwinkern in Angriff nehmen will. So dürfen die drei Freunde mit einem alten, zum Würstelstand umgebauten Campingwagen in Richtung Mond fliegen, mit selbstgebauten Salatschüsseln statt Raumfahrtshelmen auf dem Kopf. Auf dem Mond dagegen regieren die Showbühne, der Stepptanz und der Glamour Hollywoods der 1930er Jahre. „Insgesamt ist FRAU LUNA ein Stück, das mit seinen Hits großen Spaß versprüht, und das wollen wir an unser Publikum weitergeben – nach dem Motto der drei Freunde: ein Leben ohne Currywurst ist möglich, … aber sinnlos!“, so Eichenberger.

Premiere ist am 13. März 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater

Weitere Vorstellungstermine:

14., 19. & 28. März 2026

1., 2., 4., 11., 16., 17., 23., 24. & 25. April 2026

Fotos: © Christian Husar