Der Zarewitsch

Volksoper Wien | Premiere am 13. April 2026

Mit der Premiere am 13. April 2026 bringt die Volksoper Lehárs melancholisches Spätwerk Der Zarewitsch auf die Bühne – eine berührende Geschichte über verbotene Liebe und Sehnsucht. Regisseur Steef de Jong inszeniert das Stück als live animierten Stummfilm und erschafft mithilfe fantasievoller Zeichnungen und Animationen, die live gefilmt und projiziert werden, einen einzigartigen Bühnenkosmos. Unter der Musikalischen Leitung von Luka Hauser wird die Operette von vier Sänger:innen zum Leben erweckt: David Kerber in der Titelrolle, Hedwig Ritter als Sonja sowie Juliette Khalil und Martin Enenkel als Mascha und Iwan.

Verbotene Liebe & Sehnsucht

Der junge Thronfolger Aljoscha ist zutiefst unglücklich und einsam. Einerseits hat er sich in seinen Palast zurückgezogen, andererseits sehnt er sich nach nichts mehr als nach einem Menschen, der ihn wirklich versteht. Schließlich begegnet er diesem „Engel“, der seinen Panzer durchbricht. Doch kann die Liebe in einer von Zwängen bestimmten Welt bestehen?

1927 feiert Der Zarewitsch Uraufführung in Berlin. In seinem Spätwerk nähert sich Lehár mehr und mehr der Oper an, auch der Zarewitsch hat wenig von den Tanz- und Jazz-Operetten der Zeit, ist durchdrungen von Melancholie. Dass dennoch auch der Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgt das komische Duo Iwan und Mascha, das in der Operette seine ganz eigene, turbulente Liebesgeschichte erlebt …


Gemeinsames Geschichtenerzählen voller Fantasie

Der niederländische Regisseur und Künstler Steef de Jong – dem Volksopernpublikum durch sein Papp-Konzert bestens bekannt  – verlegt die ursprünglich in Russland spielende Geschichte in eine universelle Märchenwelt und konzentriert sich ganz auf die langsam erblühende Liebesgeschichte. Durch wunderschöne und fantasievolle Zeichnungen und Animationen, live gefilmt und projiziert, sowie Kulissen aus Pappe entsteht ein ästhetischer Kosmos aus Operette, Zeichenkunst und Animationsfilm, der perfekt zu Lehárs Musik passt und unter der Musikalischen Leitung des jungen Dirigenten Luka Hauser mit nur vier Sängerinnen und Sängern zum Leben erweckt wird.

„In den Zeichnungen kann ich zeigen, worum es für mich in dieser Geschichte wirklich geht. Ich kann die Charaktere zeigen, aber auch das, was in ihrem Inneren vorgeht. Die Zeichnungen bleiben jedoch bewusst Skizzen. Sie werden live animiert, und Sänger:innen, Chor und Orchester hauchen ihnen dann durch die Musik Leben ein “, so Steef de Jong.

In die Rolle der Titelfigur schlüpft Tenor David Kerber. Sonja wird gesungen von Hedwig Ritter, die zuletzt als Feldmarschallin in Der Rosenkavalier das Publikum begeisterte. Mascha und Iwan werden gespielt und gesungen von Juliette Khalil und Martin Enenkel.

David Kerber (Der Zarewitsch), Juliette Khalil (Mascha), Hedwig Ritter (Sonja), Martin Enenkel (Iwan), Steef de Jong (Regie, Bühne und Kostüme)

Fotos: © Volksoper Wien/erstellt und bearbeitet von Christof Hetzer, Skizze von Steef de Jong © Steef de Jong, Barbara Pálffy