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Queer Film Festival 2026

Queer Film Festival 2026

Vom Donnerstag, 10. September, bis Mittwoch, 16. September, zeigt das Queer Film Festival Wien 20 Filme u. a. aus Belgien, Spanien, Slowenien, Deutschland, Australien, Griechenland, Mexiko, Brasilien, Frankreich, Großbritannien und den USA.

Eröffnet wird das QFF 2026 mit Kuklas »Fantasy« – einem lesbischen slowenischen Film, in dem die Hauptfigur Mihrjie zwischen den Plattenbauten ihrer kleinen slowenischen Heimatstadt festsitzt. Dabei wäre es ihr Traum, nach Westeuropa zu gehen. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen Jasna und Sina versucht sie, sich gegenüber den Männern zu beweisen, die hier das Sagen haben – wenn es sein muss, auch mit Gewalt.

Ebenfalls am Eröffnungstag zeigt das Festival den belgischen Film »Skiff«, in dem sich die sportliche 15-jährige Malou – aufgewachsen in einer belgischen Kleinstadt – in die Freundin ihres älteren Bruders verliebt, wodurch das Leben aller aus den Fugen gerät.

Zu den weiteren Highlights des QFF 2026 gehören Monika Treuts »Cooking Up Democracy« – ein dokumentarischer Film über die queere Szene Taiwans –, der schwule britische Film »On the Sea« über eine Liebesgeschichte unter Muschelfischern und »Die Passion nach G.H.B.«: Während einer queeren Schlafzimmer-Odyssee schwelgt Matias in Erinnerungen an vergangene Liebschaften und fantasiert über die Zukunft, während er sich mit einer fiktiven Figur aus der brasilianischen Literatur unterhält.

Das Festival zeigt »Peter Hujar’s Day« – einen Tag im Leben des schwulen New Yorker Künstlers und Fotografen Peter Hujar. Außerdem ist eine restaurierte Fassung von »Paris Was a Woman« zu sehen, die in eine Zeit zurückführt, in der zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Colette, Djuna Barnes und Gertrude Stein einige der berühmtesten Künstlerinnen der Moderne in Paris zusammentrafen.

Mit »Maspalomas« läuft ein sehr gefühlvoller schwuler Film aus Spanien beim Festival – Sommersonne, Strand und Partys: 25 Jahre nach seinem späten Outing genießt der 76-jährige Vicente sein Leben als offen schwuler Mann auf Gran Canaria. Doch ein plötzlicher Schlaganfall verändert alles.

Mit »Fucking Different Generations« kommt nun der siebte Teil der erfolgreichen Reihe ins Kino. Queere Regisseur*innen aus verschiedenen Städten haben kurze Spiel- und Dokumentarfilme gedreht und dabei eine Brücke zwischen den Generationen gebaut: Dafür haben queere Filmemacher*innen der Boomer-Generation Filme über ihre Vorstellungen vom Leben junger queerer Menschen gedreht, während junge queere Regisseur*innen ihre Perspektiven auf die Älteren in Kurzfilmen verarbeitet haben.

Das Publikumsvoting beim Wiener QFF 2025 hat »Lesbian Space Princess« eindeutig zur Favoritin gekürt. Wie in den letzten Jahren besteht die Gelegenheit, den Siegerinnenfilm außer Konkurrenz noch einmal zu sehen. Dieser australische lesbische Science-Fiction-Animationsfilm ist nicht nur ein echtes Juwel, sondern auch noch super unterhaltsam!

Ebenfalls aus Australien kommt »Body Blow«, in dem ein sexsüchtiger Macho-Cop auch durch einen Keuschheitskäfig nicht davon abgehalten werden kann, dem tragischen Twink Cody zu verfallen.

In »On the Road« begibt sich ein Sexworker in der rauen Machowelt der Fernfahrer auf die Jagd nach dem nächsten Sex.

Im deutschen Film »Free at Heart« folgt das Publikum Sebastian, dessen Teenagerleben durcheinandergebracht wird, als ein neuer Junge Teil seiner Familie werden soll.

Hier sind nur einige Filme des Festivals hervorgehoben. Das gesamte Programm ist unter votivkino.at/festival/queerfilmfestival und im gedruckten Programmheft zu finden.

Fotos: © x