Saving Salvador
Schönheit jenseits der Realität
Starchoreograf Enrique Gasa Valga kehrt in „Saving Salvador – Ein Tribut an Dalí“ auf die Bühne zurück und entführt sein Publikum in eine Traumwelt zwischen Genie und Wahnsinn. Saving Salvador – Ein Tribut an Dalí feiert am 26. Februar 2026 im Rahmen des 3. Innsbruck Winter Dance Festivals seine Uraufführung. Die Zuschauer:innen erwartet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der unbändigen Kraft von Kunst, die Leben retten, Seelen berühren und Menschen Unsterblichkeit verleihen kann.
Erzählt wird darin eine „Geschichte in der Geschichte“ – eine intime Reise in das Innere des surrealistischen Künstlers selbst. Gasa Valga verwebt in Saving Salvador seine eigene Biografie mit jener Dalís. Beide Männer sind verbunden durch denselben inneren Antrieb, durch denselben Blick auf die Welt – und vor allem durch das zentrale Thema der menschlichen Existenz: die Beziehung zur Mutter.
Die Bühne verwandelt sich dabei zur Traummaschine von Sinnbildern zweier Welten: zwei Häuser, zwei Heimaten, spiegelbildlich und gegensätzlich. Das einfache, katalanische Zuhause des jungen Dalí trifft auf das „goldene Zeitalter“ des Ruhms und der Exzentrik. Die aus Italien stammenden Bühnenbildner Alberto Talarico und Valeria Angesi erschaffen mit minimalistischen Formen und Farben ein poetisches Bühnenuniversum, das das Leben Dalís als „Karneval des Daseins“ feiert: „Alles auf der Bühne wird tanzen.“, so Talarico. „Reale Momente des Lebens greifen mit symbolischen Bildern ineinander.“ – Die Tanzfläche wird so zu einer lebendigen Leinwand aus Bewegung, Klang und Gefühl.
Inspiriert von Katalanischer Volksmusik über Pariser Chansons bis hin zu Jazz und Broadway erschafft Roberto Tubaro eine eigens komponierte Klanglandschaft, die von Greta Marcolongo und ein Ensemble weiterer brillanter Musiker:innen vertont wird. Die Rolle des Salvador Dalí erhält zwei Gesichter: Der junge italienische Künstler Simone Centonze, verkörpert den Aufbruch und die Unruhe der Jugend. In der reiferen Gestalt tritt Enrique Gasa Valga selbst auf die Bühne und verleiht dem Genie Tiefe, Verletzlichkeit und jene Spur von Wahnsinn, die beide, Künstler und Schöpfer, verbindet.
Saving Salvador ist eine poetische Meditation über die Macht der Kunst, die Suche nach Zugehörigkeit und die Schönheit jenseits der Realität. Ein Werk, das Dalís Vermächtnis neu erfindet – und zeigt, dass wahre Kunst immer dort beginnt, wo Worte enden.
Fotos: © Peter Koren


