United by Queerness

Die Song Contest-Ausstellung im Qwien

Seit seiner Entstehung im Jahr 1956 begleitet der ESC die Entwicklung des europäischen Fernsehens – vom gemeinsamen Abend vor dem Schwarzweißgerät bis zu globalen Live-Streams. Über viele Jahrzehnte hinweg ist der Wettbewerb ein Fixpunkt im familiären Jahresprogramm. Aber ebenso ist er zu einem Ort geworden, an dem sich queere Menschen wiederfinden können – oft lange vor gesellschaftlicher Anerkennung.

Mit der zunehmenden Präsenz queerer Künstler:innen verändert sich auch der Blick auf den ESC. Der Auftritt von Páll Óskar im Jahr 1997 und der Sieg von Dana International 1998 gelten als Wendepunkte. Spätere Erfolge wie jene von Marija Šerifović, Conchita Wurst, JJ oder Nemo knüpfen daran an und erweitern das Spektrum queerer Sichtbarkeit. Parallel dazu entstehen politische Auseinandersetzungen, die zeigen, dass der ESC nicht nur ein Unterhaltungsformat ist, sondern auch gesellschaftliche und geopolitische Spannungen widerspiegelt. Diese Geschichte erzählt die Ausstellung auf drei Ebenen: im Wohnzimmer als Ort der Rezeption, in der Arena und der Host City als Treffpunkt internationaler Fans sowie auf der Bühne als Raum künstlerischer Ausdrucksformen.

Die Kuratoren Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis vom Eurovision-Podcast „Merci, Chérie“ erzählen die Geschichten queerer Acts beim Song Contest, beginnend mit dem allerersten Event in Lugano 1956. Ausgestellt ist die Siegestrophäe des ersten offen schwulen Siegers und Original-Kostüme aus vielen Jahrzehnten – manche davon sind legendär, wie der fliederfarbene Anzug von Thomas Forstner. Aber auch an die weniger erfolgreichen Acts wird erinnert.

Der ESC gestaltet weder die Biografien der meisten Zuschauer:innen, noch queere oder europäische Geschichte. Er spiegelt und begleitet sie – manchmal verhüllend, manchmal enthüllend. Diese merkwürdige und seit sieben Jahrzehnten so erfolgreiche Unterhaltungssendung lässt sich auf unzähligen Ebenen betrachten. Genau deshalb kann die Geschichte des Eurovision Song Contest immer wieder neu und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden. Viele dieser Perspektiven finden sich in diesem Begleitband zur Ausstellung, der vor Ort erhältlich ist.

United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung im Qwien

Qwien. Zentrum für queere Kultur und Geschichte – Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien

Do 13:00-20:00 Uhr, Fr-So 13:00-18:00 Uhr

Donnerstag, 12. 3. 2026, 18:00 Uhr

United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung im Qwien

Führung: United by Queerness – 70 Jahre ESC queer gelesen

Qwien. Zentrum für queere Kultur und Geschichte – Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien

Vorverkauf: qwien.at

Samstag, 14. 3. 2026, 14:00 Uhr

United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung im Qwien

Kuratorenführung

Qwien. Zentrum für queere Kultur und Geschichte – Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien

Vorverkauf: qwien.at

Samstag, 28. 3. 2026, 14:00 Uhr

United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung im Qwien

Führung: United by Queerness – 70 Jahre ESC queer gelesen

Qwien. Zentrum für queere Kultur und Geschichte – Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien

Vorverkauf: qwien.at

Samstag, 11. 4. 2026, 14:00 Uhr

ESC-Stadtspaziergang: Wien singt andersrum – ESC & Queere Geschichte

Staatsoper, Eingang Ringstraße, Karajanplatz 1, 1010 Wien

Voranmeldung unter www.qwien.at

Freitag, 17. 4. 2026, 18:00 Uhr

ESC-Stadtspaziergang: Wien singt andersrum – ESC & Queere Geschichte

Staatsoper, Eingang Ringstraße, Karajanplatz 1, 1010 Wien

Voranmeldung unter www.qwien.at

Samstag, 25. 4. 2026, 14:00 Uhr

ESC-Stadtspaziergang: Wien singt andersrum – ESC & Queere Geschichte

Staatsoper, Eingang Ringstraße, Karajanplatz 1, 1010 Wien

Voranmeldung unter www.qwien.at

Fotos: © Gregor Hofbauer, Luiza Puiu