Gendern, Woke und Trans*
…wie besessen ist die FPÖ von Kulturkampf-Themen!
„Why are you so obsessed with me?“ „Warum seid ihr so besessen von mir?“ Das fragt sich nicht nur die Sängerin Mariah Carey in ihrem 2009er-Hit …es ist auch eine Frage, die sich immer mehr Menschen aus der LGBTIQ+ Community angesichts der nicht enden wollenden Serie von empörten Presseaussendungen, Anträgen und parlamentarischen Anfragen der FPÖ stellen.
Denn während die Freiheitlichen gerne behaupten, dass linke und progressive Kräfte sich nur mehr um so genannte „Orchideen-Themen“ wie LGBTIQ+ Rechte sprechen, zeigt eine neue Auswertung der politischen Schwerpunkte aller Parlamentsparteien ein anderes Bild. SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner lies dazu den Recherche-Dienst des Österreichischen Parlaments als unabhängige Fachstelle auswerten, welche Partei sich wie oft zu Themen wie „Transgender“, „Woke“ oder „Gender“ zu Wort meldete. Ausgewertet wurden dazu sowohl die öffentlichen Stellungnahmen der Parteien durch Presseaussendungen als auch die von ihnen eingebrachten parlamentarischen Anträge und Anfragen.
Die Ergebnisse dieser Auswertung zeichnen ein klares Bild über den rechten Kulturkampf, dem die FPÖ in den vergangenen Jahren verfallen ist. Denn statt mit der Teuerung, dem Arbeitsmarkt und der Inflation beschäftigten sich die Freiheitlichen anscheinend lieber mit Drag Queens und erfundenen Geschichten über Trans*-Personen. Seit 2022/2023 waren diese Themen bei der FPÖ fast durchgehend deutlich präsenter als bei allen anderen Parlamentsparteien zusammengerechnet. Für Lindner, der auch Vorsitzender der sozialdemokratischen LGBTIQ+ Organisation SoHo Österreich ist, zeigt das klar: „Die FPÖ ist besessen von Kulturkampf-Themen! Mit diesem billigen Kulturkampf wollen sie im Stil von Trump billige Feindbilder schaffen und Gruppen gegeneinander aufhetzen. Während wir an Lösungen für die echten Probleme queerer Menschen in Österreich arbeiten, zeigen die Freiheitlichen, dass ihnen an echten Lösungen nichts gelegen ist!“
Von 233 parlamentarischen Aktivitäten rund um’s Thema „Transgender“ stammten in diesem Zeitraum insgesamt 144 von der FPÖ – also mehr als die Hälfte. 144-Mal beschäftigte sich die FPÖ also mit einer Personengruppe, die weniger als ein Prozent der Bevölkerung ausmacht. Den Höhepunkt stellt dabei das Jahr 2025 dar, in dem sich die FPÖ 50-Mal mit diesem Thema beschäftigte, im Gegensatz zu 5 Initiativen der Grünen, 3 der ÖVP und je 2 von SPÖ sowie NEOS. Im Wahlkampfjahr 2024 gab es in diesem Themenbereich 36 parlamentarische Initiativen aus dem freiheitlichen Lager, eine von den Grünen und keine einzige von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Den wohl krassesten Befund liefert die Analyse des Themenbereichs „Gender“. Seit 2020 beschäftigte das Hohe Haus sich in 836 Fällen mit diesem Thema. 364-Mal davon auf Initiative der FPÖ. Besonders auffallend ist dabei das Jahr 2025, in dem die Freiheitlichen „Gender“ insgesamt 120-Mal zum Thema machten – verglichen mit 26 Initiativen der SPÖ, 20 der Grünen, 12 der ÖVP und 8 der NEOS. Es bleibt die Frage, wie viele blaue Abgeordnete sich seit 2022 mit jenem „Gender-Wahn“ angesteckt haben, vor dem Kickl und co. stets warnen?
Ausführliche Daten und Statistiken zum FPÖ-Kulturkampf stehen auf www.kontrast.at/trans-gender-fpoe bereit!







